Spendearten

Vollblutspende

Sie wird am häufigsten benötigt. Da sie schnell und ohne größere Apparaturen durchgeführt werden kann, sind Blutspendeaktionen nicht nur in den Instituten des Blutspendedienstes sondern auch auf sogenannten "Außenterminen", das heißt in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden möglich. Natürlich müssen auch dort die umfangreichen Sicherheits- und Hygienebestimmungen jederzeit eingehalten werden. Gut ausgerüstete und routinierte Teams stehen dafür bereit.

Die Blutentnahme dauert ca. fünf Minuten, der gesamte Zeitaufwand beträgt ca. 45 Minuten. Das entnommene Blut wird in seine verschiedenen Komponenten aufgetrennt. Dadurch können diese Präparate für mehrere Patienten und dem Bedarf entsprechend sehr zielgerichtet eingesetzt werden.

Der Abstand zwischen zwei Spenden soll in der Regel 10…12 Wochen betragen (mindestens 8 Wochen). Die Spende wird nur dann zugelassen, wenn sie sowohl im Hinblick auf die Gesundheit des Spenders, als auch für die Herstellung von Transfusionsblut medizinisch völlig unbedenklich ist.

Bild: Vollblutspende
 
Bild: Plasmapherese
Plasmapherese

Dabei wird dem Spender nur Blutplasma entnommen. Von dem über ein Plasmapheresegerät entzogenen Blut wird sofort das Plasma abgetrennt. Alle anderen Blutbestandteile werden an den Spender zurückgeführt. Plasmaspenden sind derzeit nur in Instituten des DRK-Blutspendedienstes Ost in Chemnitz, Dresden, Plauen, Potsdam, Cottbus und der Abteilung Zwickau möglich. Die Spende dauert ca. 40 Minuten. Eine Voranmeldung ist deshalb erforderlich.
Das Blutplasma wird entweder zur Herstellung von Plasmapräparaten oder zum unmittelbaren therapeutischen Einsatz benötigt.
Bei einer Plasmapherese werden je nach Körpergewicht ab 650 ml Plasma entnommen. Da die Belastung des Organismus gering ist, kann der Abstand zwischen zwei Spenden eine Woche betragen. Im Jahr dürfen maximal 45 Plasmaspenden erfolgen. Die Anforderungen an die medizinische Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Nicht alle Spender sind daher auch für die Plasmapherese geeignet.

 
Zellapherese

Patienten mit bestimmten Störungen bei der Blutgerinnung benötigen Thrombozyten (Blutplättchen). Diese Präparate werden durch ein spezielles Verfahren mit Zellseparatoren gewonnen. Den Thrombozytenspendern wird Blut entnommen, die Blutplättchen werden herausgefiltert und alle anderen Blutbestandteile sofort in den Blutkreislauf zurückgeführt. Der Vorgang dauert ca. zwei Stunden.

Für die Feststellung der Eignung der Spendewilligen zur Zellapherese sind zusätzlich aufwendige Untersuchungen notwendig. Da die Thrombozytenkonzentrate nur kurze Zeit gelagert werden können, wird diese Form der Blutspende aktuell entsprechend den Klinikanforderungen durchgeführt. Die Spender werden deshalb in der Regel aus dem Kreis der Plasmaspender ausgewählt.

Zellapheresen werden - wie die Plasmaspenden - nur in Instituten durchgeführt. Die aufwendige Technik und die Sicherheitsvorschriften verbieten einen Einsatz im Außentermin.

Bild: Zellapherese
 
Bild: Erythrozytapherese
Erythrozytapherese

Wie bei der Vollblutspende wird die Vene punktiert. Das Blut wird jedoch direkt in einen sterilen Teil einer Apparatur geleitet, die mittels Zentrifugation die einzelnen Blutbestandteile voneinander trennt. Dabei werden nur die Roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entnommen. Alle anderen Blutbestandteile werden dem Spender während der Spende wieder zurückgeführt. Diese Art der Blutspende dauert etwa 30 Minuten. Durch die Bindung an die Apparate ist die Durchführung nur in den Instituten möglich.
Mit der Erythrozytapherese können mit einer Spende zwei Präparate gewonnen werden, die einen hohen Grad an Roten Blutkörperchen aufweisen. Daher eignet sich diese Methode besonders, wenn Blut von einer seltenen Blutgruppe schnell benötigt wird.